Spezielles
Sensorische Integrationstherapie
Sensorische Integration (SI) bedeutet die Vernetzung und Koordination
aller Sinneseindrücke zu einer Gesamtwahrnehmung als eine Grundlage
von Handeln und Lernen. Im Mittelpunkt der SI-Therapie steht die
somato-sensorische und die vestibulär-propriozeptive Wahrnehmung,
sowie die Modulation der Wahrnehmung aus den verschiedenen Sinnessystemen.
Stimuli in einer für das Kind als bedeutsam erlebten (Spiel-)Situation
soll es in die Lage versetzt werden, seine motorischen und emotionalen
Handlungen besser an die Umwelt anzupassen (adaptives Verhalten).
Diese Therapieform wendet sich an Kinder mit unterschiedlichen Erscheinungsbildern
gestörter Wahrnehmungsfunktion (sog. Störungen der sensorischen
Integration) und in Kombination mit u. g. Behandlungskonzepten auch
an Kinder mit cerebralen Bewegungsstörungen.
Lernen im Alltag nach Affolter / Sonderegger
Diese Therapieform kommt bei wahrnehmungsgestörten, körper-
und / oder mehrfachbehinderten Kindern und bei erwachsenen neurologischen
Patienten zur Anwendung. Die „geführte Interaktionstherapie“
ermöglicht im Alltag des Patienten, z. B. beim Zubereiten von
Mahlzeiten, beim Essen, bei der Körperpflege und bei Transfers
eine angemessene, gespürte Interaktion mit der Umwelt. Dabei
wird besonderer Wert auf die Vermittlung von taktil-kinästhetischen
Spürinformationen gelegt. Das Führen problemlösender
Situationen im Alltag der betroffenen Person erweist sich als sinnvoll,
da diese Situationen den unmittelbaren Bedürfnissen der Patienten
entsprechen.
Bobath-Konzept
Als ein neurophysiologisches Verfahren bildet es eine wesentliche
Grundlage der ergotherapeutischen Behandlung bei Patienten mit zerebral
bedingten Bewegungs- und Handlungsfunktionseinschränkungen.
Das Konzept entwickelte sich empirisch und umfasst die Behandlung
von Kindern und Erwachsenen in jeweils eigenständigen Bereichen.
Die Entstehung und Wirkungsweise des Bobath-Konzeptes beruhen auf
zwei Prinzipien, nämlich der neurophysiologischen Grundlage,
die naturwissenschaftlich begründet ist, sowie der ganzheitlichen
Sichtweise, die der Geisteswissenschaft zugeordnet werden kann.
Spiraldynamik
Spiraldynamik wurde von einem Expertenteam aus den Gebieten Medizin,
Physiotherapie, Sport, Tanz und Yoga entwickelt. Blickdiagnostische
Kriterien führen zum treffsicheren Erkennen individueller Stärken
und Schwächen der Haltungs- und Bewegungskoordination. In unserer
Ergotherapiepraxis findet das Konzept Anwendung bei der Behandlung
von kindlichen Fußfehlstellungen und Gesamtkörperkoordinationsstörungen.
Bei Erwachsenen im Bereich der Orthopädie und Neurologie. Des
weiteren finden präventive Gruppenangebote „Abenteuer
Bewegung“ statt.
www.spiraldynamik.com
FOTT nach Kay Coombes
Facio-orale Trakt-Therapie beinhaltet nicht nur die Rehabilitation
der Schluckfunktion und der oralen Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme,
sondern auch die bestmögliche Wiederherstellung der Gesichtsbewegungen,
der Stimme und des Sprechens als Kommunikationsmittel.
Dieses Konzept bietet auch eine gute Möglichkeit zur Behandlung
von Trachealkanülen-Patienten. Ziel ist es, die Kanüle
abzutrainieren oder die Versorgung und Pflege zu erleichtern.
Perfetti-Konzept
Das Hauptproblem in der Beweglichkeit des Hemiplegiepatienten stellt
nach Dr. Perfetti die Spastizität dar.
Er hat die Symptomatik genau analysiert und sie in 4 Komponenten
eingeteilt. Daraus hat er 3 verschiedene Übungsgrade entwickelt,
die von der Vorstellung der Bewegung bis zur vollständigen
Ausführung ohne irritierende Spastizität reicht. In unseren
Praxen wird dieses Konzept vor allem zum Wiedererlernen von differenzierter
Handsensibilität und Funktion genutzt.
Händigkeitsabklärung / Beratung
Häufig kann es durch motorische Entwicklungsverzögerungen
zu Unklarheit in der Seitendominanz kommen. Dies führt oftmals
zu einer nicht eindeutig festgelegten Händigkeit.
Speziell für linkshändige Kinder, die sich oftmals in
der „rechtshändigen Welt“ schwer tun, gibt es eine
Vielzahl von Hilfs- und Fördermittel
(z. B. Graphomotorikübungen, Stiftgreifhilfen, Linkshänderschreibunterlagen).
Diese werden individuell auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt.
Therapie bei Lernproblemen wie Legasthenie (Schwierigkeiten das
Lesen und Schreiben zu erlernen) und Dyskalkulie (Probleme beim
Rechnen und Zählen)
Meist liegen in unterschiedlicher Ausprägung Schwächen
in der visuellen Wahrnehmung (erschwertes Erkennen von Buchstaben
und Zahlen), in der Hörwahrnehmung (gezieltes Hören und
Merken von Wörtern, Lauten und Zahlen) oder aber auch in der
Körperwahrnehmung und Körperkoordination zugrunde. Therapiemittel
sind u. a. ausgewählte Spiele (zum Beispiel Lese- und Rechenspiele),
Arbeitsblätter und computergestütze Lernprogramme oder
Bewegungsangebote zur Verbesserung der Körperwahrnehmung.
Wahrnehmungs-, Konzentrations- und Hirnleistungstraining
Das Training setzt an der Verbesserung der Aufmerksamkeitssteuerung
des Patienten an.
Dies geschieht mit Hilfe der Methode der verbalen
Selbstinstruktion, einer Technik aus der kognitiven Verhaltenstherapie.
Durch verschiedene Übungen werden Wahrnehmung, Denk- und Merkfähigkeit
trainiert.
Marburger Konzentrationstraining (MKT) für Kindergarten-
und Vorschulkinder
Marburger Konzentrationstraining (MKT) für Schulkinder
Wahrnehmungs- und Konzentrationstraining mit Hilfe von Computerprogrammen.
Neurotraining nach Verena Schweizer
Gestaltungstherapie
Gestaltungstherapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, bei
dem mit malerischen und plastischen Ausdrucksmitteln gearbeitet
wird. Es geht darum, Gefühlen und Phantasien durch Farbe und
Form einen spontanen Ausdruck zu geben. In diesem Prozess werden
besonders das Unbewusste und die Emotionalität des Gestaltenden
angesprochen.
Wechselnde Interessen und Bedingungen des häuslichen
und sozialen Umfelds müssen immer wieder neu in die Behandlungssettings
eingegliedert werden, ohne dass dabei das ursprüngliche Ziel
aus den Augen verloren wird. Es wird immer wieder erforderlich sein,
die ergotherapeutischen Maßnahmen unterschiedlich zu kombinieren
und durch Veränderungen den Therapieschwerpunkten anzupassen.
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